Gesundheitliche Versorgungsplanung am Lebensende in zugelassenen Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen

§ 132 SGB V ermöglicht zugelassenen Pflegeeinrichtungen im Sinne des § 43 SGB XI und Einrichtungen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen ihren gesetzlich versicherten Bewohnern in ihren Einrichtungen eine gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase (Advance Care Planning - ACP) anzubieten. Da die Rahmenbedingungen bereits seit 01.01.2017 vereinbart sein sollten, ist es immer wahrscheinlicher, dass diese bald veröffentlicht werden. Wie gut ist ihre Pflegeeinrichtung vorbereitet?

ACP in Pflegeeinrichtungen - Was beabsichtigt der Gesetzgeber?


Advance Care PlanningDas Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland hat den § 132g SGB V in seiner heutigen Ausprägung geschaffen. Danach können die eingangs genannten Einrichtungen für ihre gesetzlich versicherten Bewohner eine gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase anbieten. Die Beratung soll individuell erfolgen und über die medizinisch-pflegerische Versorgung und Betreuung aufklären sowie Hilfen und Angebote der Sterbebegleitung aufzeigen.

In einer Fallbesprechung  soll entsprechend der Bedürfnisse des Patienten Aufklärung zu medizinischen Abläufen in der letzten Lebensphase und während des Sterbeprozesses betrieben, Notfallsituationen besprochen und geeignete Maßnahmen dargestellt werden. Dies kann die Einrichtung durch eigene Berater oder in Zusammenarbeit mit „dritten Anbietern“ realisieren.

Beratung auf Kosten der Gesetzlichen Krankenversicherung?


Nach Absatz 4 des vorgenannten Paragrafens trägt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für die Beratung. Allerdings ist der Umfang und Inhalt noch festzulegen. Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen und die Vereinigungen der Träger der genannten Einrichtungen sollten bereits zum  31.12.2016 das Nähere über die Inhalte und Anforderungen der Versorgungsplanung festgelegt haben. Weiteren Institutionen, wie beispielsweise der Kassenärztlichen Bundesvereinigungen, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, den für die Wahrnehmung der Interessen der Hospizdienste und stationären Hospize maßgeblichen Spitzenorganisationen, den Verbänden der Pflegeberufe auf Bundesebene und vielen mehr soll Gelegenheiten zur Stellungnahme gegeben werden. Aufgrund der Einbeziehung zahlreicher Organisationen hängt die Veröffentlichung der Vereinbarung sicherlich zeitlich hinterher.

Derzeit ist nicht absehbar, wann die Einigung vorliegen wird. Eine Veröffentlichung könnte also auch in Kürze erfolgen. Für stationäre Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe könnte es also interessant sein, Mehrwerte anzubieten, deren Kosten die Gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen.

Mehrwerte schaffen - Vorbereitet sein, wenn es los geht


Die betroffenen Pflegeeinrichtungen haben die Chance, wichtige Beratungsangebote als Mehrwert zu schaffen, die sogar von einem Sozialversicherungsträger finanziert werden. Wenngleich die konkrete Ausgestaltung noch nicht bekannt ist und damit noch keine fundierten Kalkulationen erfolgen können, können schon Vorüberlegungen hierzu stattfinden. Wenn die Inhalte und Anforderungen veröffentlicht werden, könnte es zu einem „Wettlauf“ kommen, diese für Kunden attraktive und für Einrichtungen freiwillige Zusatzleistung anzubieten. Damit Sie vorbereitet sind, veröffentlichen wir diese Informationen.

Unterstützung durch Meine Patientenverfügung


Dokumentenmappe von Meine Patientenverfügung

Zentraler Bestandteil von Advance Care Planning ist, neben der beratenden Entscheidungsfindung im Dialog, die Festlegung, welche Maßnahmen in Behandlungs- und vor allem Notfallsituationen gewünscht oder abgelehnt werden. Die Entscheidungen sind schriftlich zu dokumentieren. Der Service von meinepatientenverfügung.de beinhaltet eine Patientenverfügung, die medizinisch, ethisch und rechtlich fundiert ist. Festlegungen können (im Gegensatz zu vielen Musterformularen) für verschiedene Anwendungssituationen individuell unterschiedlich erfolgen. Freie Texteingaben ermöglichen individuelle Hinweise und Dokumentationen. Und durch unseren Notfallbogen kann auch ein Notarzt schnell relevante Hinweise erhalten.

Der Anwender wird durch ein Online-Interview geführt, welches ohne Vorkenntnisse gestartet werden kann. Es sind Plausibilitätsprüfungen und viele Informationstexte integriert, sodass auch Widersprüche einzelner Passagen vermieden werden. Über eine „Entwurfsansicht“ können die Inhalte mit einem Arzt und weiteren Personen besprochen werden, bevor die Dokumente gedruckt und übersandt werden.

Darüber hinaus können direkt am Anschluss an die Patientenverfügung kostenlos noch eine Vorsorgevollmacht und eine Betreuungsverfügung erstellt werden, was gerade für Bewohner stationärer Pflegeeinrichtungen wichtig ist. Wenn die Rahmenbedingungen zum § 132g SGB V bekannt werden, beabsichtigen wir, wenn möglich, unseren Service komfortabel für Pflegeeinrichtungen anzupassen. Gewinnen Sie aber schon jetzt einen Eindruck zu unserer innovativen Anwendung und testen Sie diese gratis.

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