Künstliche Beatmung & Corona: Entscheiden Sie über Ihre Versorgung

Die Corona-Krise hat uns alle fest im Griff. Die Wirtschaft steht praktisch still und die Menschen sind auf viele elementare Fragen des Lebens zurückgeworfen. Eine davon ist, welche Konsequenzen eine Corona-Infektion für die Gesundheit haben kann. Bei Risikopatienten kann eine Covid-19 Erkrankungen zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Eine Erkrankung macht oft intensivmedizinische Therapien notwendig.

Mit Hilfe einer Patientenverfügung können Sie für diesen Fall vorsorgen und verbindliche Festlegungen treffen. Damit wahren Sie Ihre Selbstbestimmung und schützen Ihre Angehörigen davor, in einer ohnehin belastenden Situation schwerwiegende Entscheidungen treffen zu müssen. Zudem gewinnt die Sicherstellung der Handlungsfähigkeit der Angehörigen mit Hilfe einer Vollmacht bzw. Vorsorgevollmacht in diesen Zeiten an Bedeutung.

Hier erhalten Sie Antworten zu den häufigsten Fragen: 

Risiko einer Corona Infektion: Die Künstliche Beatmung


Die Folge einer Covid-19 Erkrankungen kann sein, dass Risikopatienten künstlich beatmet werden müssen. Bei einer künstlichen Beatmung wird ein Plastikschlauch durch Mund oder Nase in die Luftröhre eingeführt (Intubation) und der Patient wird mit Luft und Sauerstoff versorgt. Bei einer längeren Beatmung kann der Schlauch auch direkt von außen in die Luftröhre eingeführt werden (Tracheotomie). 

Eine weniger invasive Methode ist die Beatmung über eine Atemmaske. Dabei werden unter Druck Luft und Sauerstoff in die Lunge gepresst. Dies unterstützt die eigene Atmung, ersetzt sie aber nicht. 

Sedierung und künstliche Ernährung bei Beatmung wegen Corona – Erkrankung


Menschen, die beispielsweise als Corona-Patient intubiert werden oder die mittels einer Tracheotomie beatmet werden müssen, haben häufig Angst und Schmerzen. Als Folge müssen sie zur Beruhigung sediert werden. Die künstliche Beatmung und die Sedierung führen aber dazu, dass die betroffenen Menschen zusätzlich noch einer künstlichen Ernährung bedürfen und mit Flüssigkeit versorgt werden müssen. Dies geschieht über Infusionen oder über eine Magensonde.

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Warum in Zeiten von Corona eine Patientenverfügung noch wichtiger geworden ist?


Anlässlich der Coronakrise machen wir uns über vieles Gedanken. Wie werden die Kinder versorgt, wenn Kita und Schule geschlossen sind? Wie geht es mit dem Job weiter? Was passiert mit einem geliebten Menschen, wenn er oder sie an Covid-19 erkrankt? Im Rahmen einer Patientenverfügung kann ich für eine Vielzahl von Situationen festlegen, wie ich behandelt werden möchte und damit meine Selbstbestimmung wahren. Die Corona-Pandemie ändert daran im Grundsatz nichts. Allerdings steigt das Risiko, in eine Situation zu kommen, in denen diesbezügliche Festlegungen von Bedeutung sind. Es liegt daher nahe, sich jetzt damit zu beschäftigen. Wir möchten Sie gerne dabei unterstützen und Ihnen die Möglichkeit geben vorzusorgen. Erstellen Sie im Rahmen einer befristeten Sonderaktion eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht inklusive Dokumentendruck und Postversand für 9,50 Euro.

Warum ich im Falle einer Covid-Erkrankung mit einer qualitativ hochwertig erstellten Patientenverfügung in der Klinik nicht benachteiligt werde


Einzelne Vertreter von juristischen Berufsgruppen empfehlen aktuell bei der Erstellung von Patientenverfügungen zu ergänzen, dass im Fall einer Corona-Erkrankung die Patientenverfügung keine Anwendung findet, sondern dass alle intensivmedizinischen Maßnahmen durchgeführt werden sollen. Sie wollen damit vermeintlich der Sorge der Menschen entgegen wirken, mit einer Patientenverfügung auf den Intensivstationen benachteiligt zu werden. Aus Sicht der DGV werden damit entweder bewusst Ängste geschürt oder es fehlt am fachlichen Verständnis zur Systematik einer sinnvoll erstellten Patientenverfügung.

Zu allererst gilt es klarzustellen: eine Patientenverfügung entfaltet ihre Wirkung erst im Falle der Einwilligungsunfähigkeit des Patienten. Bei einer Einlieferung in eine Klinik mit Corona-Verdacht bzw. auch einer bereits festgestellten Coronainfektion ist der Patient im Normalfall einwilligungsfähig, die Patientenverfügung also erst einmal irrelevant. Eine Patientenverfügung gewinnt hier also erst dann an Bedeutung, wenn der Patient bei einem schweren Verlauf der Krankheit seine Einwilligungsfähigkeit verlieren sollte.

In einer rechtswirksamen, nach Urteilen des Bundesgerichtshof konformen Patientenverfügung beschreibt man konkrete Situationen und benennt dazu jeweils die intensivmedizinischen Maßnahmen, die man sich in der jeweiligen Situation wünscht bzw. ablehnt. Empfohlen werden hier Situationsbeschreibungen wie z.B. „Im Verlauf einer schweren unheilbaren Krankheit wünsche ich…“. Nachdem es sich bei einer Covid-19 Erkrankung um keine unheilbare Krankheit handelt, finden die Regelungen, die man in einer Patientenverfügung für die Situation „Unheilbare Krankheit“ getroffen hat, keine Anwendung. 

Eine weitere häufig benannte Situation ist „Wenn ich mich unabwendbar im unmittelbaren Sterbeprozess befinde, wünsche ich…“. Selbst bei einem schweren Verlauf einer Corona-Erkrankung handelt es sich dabei erst einmal definitiv nicht um einen unabwendbaren Sterbeprozess. Erst wenn nach Beurteilung der Ärzte und Bevollmächtigten dieser Zustand im weiteren Verlauf tatsächlich eintreten sollte, greifen Regelungen, die man für diese Situation getroffen hat. Hat ein Mensch für diese Situation ein Unterbleiben oder eine Beendigung von intensivmedizinischen Maßnahmen verfügt, hat er dies auf der Basis seiner ganz individuellen Wertvorstellungen vermutlich gut überlegt entschieden. Ob nun Corona oder eine andere Krankheit zu diesem Zustand führt, hat den Verfasser dabei nicht bewegt. Wenn also eine derartige Regelung verfügt ist, entspricht das letztendlich einfach dem Wunsch des Patienten, den man dann auch respektieren muss.

Sollten Sie also eine Patientenverfügung erstellt haben, in der diese Situationen ähnlich klar beschrieben sind, gibt es keinen Handlungsbedarf für Sie. Verfügen Sie jedoch über eine, wie leider immer noch häufig zu findende, sehr allgemein formulierte Patientenverfügung oder waren Sie sich der Bedeutung beschriebener Situationen nicht bewusst, empfehlen wir die Erstellung einer neuen Patientenverfügung. Eine derartige Empfehlung sprechen wir übrigens seit Bestehen unseres Serviceangebotes aus. Corona ändert daran nichts.

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Was gibt es also "wegen Corona" in Bezug auf Patientenverfügungen zu bedenken?


Nichts, was bisher im Rahmen einer qualitativ hochwertigen Patientenverfügung nicht auch schon wichtig gewesen ist. Der Erstellungsprozess bzw. die Vorlage einer Patientenverfügung sollte unbedingt die Möglichkeit bieten, für verschiedene Lebens- (bzw. Krankheits-) Situationen unterschiedliche Festlegungen zur medizinischen Behandlung und Versorgung im Ernstfall treffen zu können. Nur damit ist man in der Lage, seine Wertvorstellungen und die damit verbundenen Behandlungswünsche detailliert und differenziert zu dokumentieren. Viele im Umlauf befindliche Vorlagen oder Formulare sehen diese Möglichkeit jedoch nicht vor.

Warum es in Zeiten von Corona wichtig ist Vollmacht bzw. Vorsorgevollmacht zu erstellen


Familien unterstützen sich in diesen Zeiten Generationen-übergreifend. Die ältere Generation ist aufgrund des erhöhten Risikos angehalten, sich so gut wie möglich vom öffentlichen Leben fernzuhalten, aber auch eine junge Familie kann beispielsweise aufgrund einer Quarantäne gezwungen sein, zuhause bleiben zu müssen.

Eine vorbeugende gegenseitige Ermächtigung der Generationen untereinander mit Hilfe einer Vorsorgevollmacht kann hier für den Fall der Fälle vieles erleichtern und stellt eine sofortige Handlungsfähigkeit der Familienangehörigen sicher. Das gilt für den Fall der eigenen Erkrankung natürlich umso mehr. Im Rahmen der Erstellung Ihrer Vorsorgedokumente bei Meine Patientenverfügung können Sie dies ganz einfach und ohne Notar mit erledigen.

Wieviele Beatmungsplätze gibt es in Deutschland? Wieviele dieser Intensivbetten sind davon aktuell frei?


Alle Schutz- und Vorkehrungsmaßnahmen haben insbesondere zum Ziel, den Verlauf der Ausbreitung des Covid-19 Virus zu verlangsamen, um unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Oberste Priorität ist dabei, eine ausreichende Anzahl an Intensivbetten vorzuhalten, um schwer Erkrankte schnell und bedarfsgerecht behandeln zu können. Die nebenstehenden Zahlen basieren auf den Zahlen des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und werden regelmäßig von uns aktualisiert. Es ist das einzige Register, welches auf tatsächlich, tagesaktuell von den Kliniken gemeldeten Zahlen basiert. Da jedoch keine Meldepflicht für alle Kliniken besteht, entstehen gegenüber den allgemeinen Verlautbarungen aus Politik und Medien Abweichungen nach unten.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft geht aktuell davon aus, dass die ursprünglich verfügbaren 28.000 Intensivbetten in Deutschland im Zuge der Corona-Krise auf 40.000 Intensivbetten aufgestockt wurden.

Anzahl Intensivbetten

Quelle divi, Stand 03.04.2020

belegtfrei
Nicht-invasiv4.0043.380
invasiv9.2226.264
ECMO*120430
SUMME13.34610.074

*Extrakorporale Membranoxygenierung

Und noch etwas spricht dafür, jetzt vorzusorgen


Die Situation ist absolut außergewöhnlich und wir haben dabei alle unsere individuellen Herausforderungen zu meistern. So hat ein Teil von uns nun unfreiwillig viel Zeit, die er auch größtenteils zuhause verbringen soll. Warum also jetzt nicht diese Zeit positiv und konstruktiv für Dinge zu nutzen, die man sich schon lange vorgenommen hat, aber aus Zeitmangel immer aufgeschoben hat?

Was ist rechtlich noch wichtig und interessant?

Wir halten auch rechtliche Hintergrundinformationen in Bezug auf unsere Vorsorgedokumente für Sie bereit. In diesem Abschnitt finden Sie Antworten zu häufigen rechtlichen Fragestellungen.

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Welche ethischen Aspekte sind wichtig?

Auch ethische Fragestellungen in Bezug auf unsere Vorsorgedokumente beantworten wir Ihnen. Erhalten Sie weitere ethische Hintergrundinformationen.

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