Optimal informiert vorsorgen - Patientenwille und Patientenverfügung als PDF zum Download

Mit unserem " Patientenwillen und Patientenverfügung PDF " und den enthaltenen Hinweisen werden Sie selbst zum Vorsorgeexperten. Einfach kostenfrei herunterladen und ausdrucken.

Wer entscheidet im Fall einer Einwilligungsunfähigkeit?


Patientenwille und Patientenverfügung PDF
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Regelmäßig werden unsere Servicemitarbeiter mit der Frage konfrontiert, wie im Ernstfall bei einer eingetretenen Einwilligungsunfähigkeit der Patientenwille ermittelt wird und wer dabei im Interesse des Patienten entscheidet. In diesem Zusammenhang besteht häufig die Vorstellung (und Sorge), dass Mediziner ausschließlich nach ihrer fachlichen Einschätzung handeln bzw. behandeln, weil dies ja schließlich auch ihre Pflicht ist. Die Rechtslage und Realität sieht jedoch anders aus.

Der Gesetzgeber hat mit Unterstützung eines Expertenrats nicht nur die Rechtsgrundlage für bindende und somit rechtswirksame Patientenverfügungen geschaffen, sondern in diesem Zusammenhang auch konkret geregelt, wie im Fall einer Einwilligungsunfähigkeit des Patienten der Patientenwille zu ermitteln ist und wer in diesem Sinn anstelle des Betroffenen entscheiden darf. Diese Vorgaben sind für Mediziner und Pflegekräfte bindend, den Angehörigen von Betroffenen ist dies jedoch häufig nicht bewusst bzw. bekannt.

Eine sorgfältige Auseinandersetzung mit gesundheitlich kritischen Situationen und den dabei möglichen Folgen stellt die Grundlage zur Wahrung unseres weitreichenden Rechts auf Selbstbestimmung dar. Viele Menschen fürchten sich vor einer grenzenlosen Apparatemedizin und haben häufig sogar konkrete Vorstellungen zu dem, was sie nicht erleben und durchleiden wollen. All dem zum Trotz fällt jedoch vielen diese bewusste Auseinandersetzung schwer, sie schieben diese „ungeliebte Aufgabe“ vor sich her oder verdrängen die Notwendigkeit zur Vorsorge.

Die Folgen können nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für deren Angehörige fatal sein. Aus diesem Grund haben wir die Abläufe zur Ermittlung und Umsetzung des Patientenwillens in einer verständlichen Form aufbereitet. Nutzen Sie den kostenlosen Download unseres Patientenwillen und Patientenverfügung PDF und erfahren Sie, an welchen entscheidenden Stellen die Weichen auf dem Weg zur Durchsetzung des Patientenwillens gestellt werden.

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Wer entscheidet, wenn nicht der Arzt?


Arzt entscheidet mit Stellvertreter

Den meisten Menschen ist bei einem Arztbesuch nicht bewusst, dass dieser im rechtlichen Sinn auf der Grundlage seiner fachlichen Einschätzung lediglich ein Angebot zur Behandlung unterbreitet, welches angenommen oder auch abgelehnt werden kann. Aus diesem Grund gehen wohl viele Menschen auch davon aus, dass im Fall einer Einwilligungsunfähigkeit alles seinen geordneten Weg nimmt und der Arzt nach sachlichem Ermessen über Behandlungsmaßnahmen entscheidet. Doch genau das ist ein folgenschwerer Irrtum, die Rechtslage ist hierzu eindeutig.

Im Fall der Einwilligungsunfähigkeit darf ein Arzt nur in akuten Notfallsituationen und zeitgleicher Vorlage einer eindeutigen Patientenverfügung alleine entscheiden (§ 630 BGB). Für alle anderen Fälle (und das ist der Regelfall) ist der Arzt verpflichtet, einen gesetzlichen Betreuer bzw. die vom Patienten bevollmächtigten Vertrauenspersonen einzubeziehen. Als sogenannte Stellvertreter des einwilligungsunfähigen Patienten sind bevollmächtigte Vertrauenspersonen bzw. gesetzliche Betreuer befugt, auf der Grundlage des Patientenwillens anstelle des Patienten über Behandlungen und pflegerische Maßnahmen zu entscheiden. 

Die Patientenverfügung spielt hierbei eine zentrale Rolle, sie dokumentiert den Patientenwillen und stellt dabei die Handlungsgrundlage für Stellvertreter dar. Diese sind laut Gesetz dazu verpflichtet, dem darin formulierten Willen Ausdruck und Geltung zu verschaffen (§1901a BGB).

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Wie passgenau ist die Patientenverfügung formuliert?


rechtswirksame Patientenverfügung

Spätestens an diesem Punkt wird sich zeigen, wie umfassend und wirksam die Patientenverfügung formuliert worden ist. Der Stellvertreter muss prüfen, ob die darin getroffenen Festlegungen auf die aktuelle Lebens- und Behandlungssituation zutreffen. Der Anspruch an eine hinreichend konkrete und zweifelsfreie Patientenverfügung ist dabei hoch, dies hat der Bundesgerichtshof (BGH) in 2016/17 mit wegweisenden Urteilen bestätigt und dabei die Anforderungen an wirksame Patientenverfügungen konkretisiert. mehr erfahren

Treffen Festlegungen in der Patientenverfügung auf die aktuelle Situation sowie die dabei zu treffenden Behandlungsentscheidungen zu und besteht zwischen Stellvertreter(n) und dem behandelnden Arzt Einvernehmen zu deren Umsetzung, wird die zur Entscheidung stehende medizinische Maßnahme gemäß dem Patientenwillen durchgeführt, eingestellt oder gar nicht erst eingeleitet.

Sind die in der Patientenverfügung benannten Situationen nicht auf die aktuelle Situation anwendbar bzw. auf diese übertragbar, versucht man den Patientenwillen von anderen Verfügungen oder beispielsweise frei formulierten Texten zur Lebensanschauung abzuleiten. Das Risiko unterschiedlicher und möglicherweise falschen Auslegungen steigt hierbei signifikant. Noch schwieriger wird es, wenn keine Patientenverfügung vorliegt oder aus dieser kein zweifelsfreier Patientenwille abgeleitet werden kann. In solchen Fällen muss der Stellvertreter versuchen, den mutmaßlichen Patientenwillen z.B. aus früher getroffenen Aussagen abzuleiten. Ein Einvernehmen mit dem behandelnden Arzt und/oder weiteren gleichberechtigt eingesetzten Stellvertretern ist dabei möglicherweise nicht erzielbar, was wiederum zu langwierigen rechtlichen Auseinandersetzungen und Verzögerungen in der Anwendung des Patientenwillens führen kann.

Die gesetzlichen Fakten und unser Patientenwillen und Patientenverfügung PDF (>jetzt kostenlos herunterladen) verdeutlichen, wie wichtig eine BGH-konforme Patientenverfügung und die Bevollmächtigung vertrauter Personen ist. 

Schützen Sie sich wirksam vor den Folgen einer nahezu grenzenlosen Apparatemedizin und geben Sie Angehörigen die notwendige Klarheit. 

Wie erstelle ich eine rechtswirksame Patientenverfügung?

Mit dem BGH Urteil aus 2016 ist klar geworden, dass die inhaltlichen Anforderungen an eine wirksame Patientenverfügung hoch sind. Erfahren Sie was dabei zu beachten ist und wie Sie eine rechtswirksame Patientenverfügung erstellen können.

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Welche Vorsorgedokumente benötige ich?

Erfahren Sie hier mehr zu den Inhalten der verschiedenen Vorsorgedokumente und über das Zusammenspiel von Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung

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